Kanusicherheitstraining im Wildwasser

Von , 22. Juni 2017 20:53

Über Christi Himmelfahrt und Pfingsten ging es für den Kanu Verein Ahlen mit einer Gruppe von 16 Personen nach Zell am See in Österreich. Auf dem Programm standen Fahrten auf der Saalach der Salzach und der Drau.
Die Fahrt stand unter dem Aspekt Anfängern erste Erfahren mit dem Wildwasser zu sammeln und unter der Leitung von Ralf und Stefan Schleifenbaum einen Sicherheitskurs zu absolvieren.

Die Saalach, die ihren Ursprung im unter Skifahrern bekannten Tal Saalbach Hinterglem hat, ist für Anfänger ein ideales Revier zum Kennenlernen und üben, auch wenn die Wassertemperaturen teilweise sich im einstelligen Bereich befinden.

So ging es am Samstag sofort auf den mit Wildwasser 1-2 beschriebenen Teil von Leogang in Richtung Lofer. Natürlich waren am ersten Tag auch bereits die ersten Bademeister zu verzeichnen, die aber alle mit Humor getragen wurden um am Ende des Tages wurde kräftig diskutiert, wo die Fahrfehler lagen.

Am Sonntag ging es dann zu der sehr schnell fließenden Drau auf der südlichen Seite der Tauern, wo dann erst einmal nur runterkommen angesagt war. Kehrwasserfahren fiel bei dem guten Wasserstand und der Geschwindigkeit den Anfängern etwas schwer.

Nachdem am Montag noch einmal die Saalach gefahren wurde und versucht wurde möglichst viele Kehrwasser ohne Kenterung zu erreichen, begann dann am Dienstag eine Sicherheitsschulung nach dem Standard des Deutschen Kanu Verbandes. Mit den Teilnehmern wurde Retten und Bergen im schnell fließenden Wasser geübt und manch ein Teilnehmer war überrascht, dass er selbst im knietiefen Wasser nicht stehen konnte, da der Wasserdruck ihn von den Füßen holte.
Am Mittwoch dann waren erst Trockenübungen auf dem Campingplatz angesagt. Wie baue ich einen Flaschenzug, wie kann ich ein Boot abschleppen, wie ist meine Schwimmweste ausgestattet usw. Dabei konnten die Teilnehmer, am Baum heraufgezogen, feststellen wozu die Panikauslöse dient.

Nach den Trockenübungen ging es dann auf den Zeller See wo, wie auch schon an den Tagen zuvor bei strahlendem Sonnschein, die Mannrettung und das Abschleppen eines Schwimmers mit dem Boot geübt wurden. Auch das Zusammenspiel bei einer Kenterung wurde geübt.

Nach einem Paddelpausentag ging es dann am Freitag noch einmal auf die Saalach. Eigentlich nur um noch einmal Kehrwasserfahren zu üben. Durch eine unglückliche Kenterung mussten dann aber die Teilnehmer alles was sie in den Tagen zuvor gelernt hatten, praktisch anwenden, vom Flaschenzug über Rettung eines abgetriebenen Bootes bis hin zur Mannrettung mit dem Wurfsack. Aber auch diese nicht ganz geplante Aktion verlief glücklich und so waren sich alle Teilnehmer dann am Ende des Tages einig, dass diese Ausbildung doch dringend erforderlich ist.
Einhellige Meinung war, auch bewegtes Wasser ist interessant allerdings mit entsprechender Schutzausrüstung und Übung und Sicherheitsunterweisung.

Bilder dazu findet ihr in der Galerie.

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